Von Belgien in die Toskana
Bevor Virginie Saverys eine biodynamische Weinpionierin wurde, arbeitete sie als erfolgreiche Anwältin in Belgien. Von ihren Eltern erbte sie ein Interesse am Wein, das sich langsam von einem gelegentlichen Hobby zu einer allumfassenden Leidenschaft entwickelte. Tatsächlich verliebte sie sich so sehr in den Wein, dass sie trotz einer glänzenden Anwaltskarriere einen radikalen Karrierewechsel vollzog. Sie wollte in die Welt hinaus, um mit Wein zu arbeiten.
Virginie Saverys reist nach Italien, genauer gesagt in die Toskana, wo sie in der Stadt Montepulciano auf das Weingut Avignonesi stößt. Das Weingut war bereits für seine innovativen Ansätze und hohe Qualität anerkannt, doch Virginie spürte, dass hier das Potenzial bestand, neue Höhen und Standards in der Weinproduktion zu erreichen. Und es sollte sich zeigen, dass sie Recht hatte.
Nachhaltigkeit und Biodynamik
Das erste, was Virginie Saverys tut, als sie Avignonesi übernimmt, ist die Einleitung einer systematischen und ehrgeizigen Umstellung auf reine biodynamische Produktion. Dies geschieht, weil Virginias Mission darin besteht, Weine zu kreieren, die der Natur treu sind, aus der sie stammen, und gleichzeitig einen einzigartigen und persönlichen Ausdruck haben.
Deshalb schwört sie auch darauf, sich so wenig wie möglich in die Weinproduktion einzumischen. Denn ein guter Winzer schafft seinen Wein in einem gesunden und harmonischen Weinberg, nicht in einem interventionistischen Keller. Deshalb bestimmen die biodynamischen Prinzipien die Arbeit im Weinberg, damit die Reben in einem gesunden und unberührten Umfeld gedeihen können.
Aber die Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht auf die Weinberge von Avignonesi. Virginie Saverys arbeitet unermüdlich daran, den CO2-Fußabdruck ihrer Produktion zu senken. Kunstdünger soll reduziert und der Einsatz von Diesel und anderen CO2-emittierenden Energiequellen durch nachhaltige und erneuerbare Alternativen ersetzt werden. Sie sind so engagiert, dass man auf ihrer Website beeindruckende Berichte lesen kann, die darlegen, wie sehr sie Jahr für Jahr darum kämpfen, ihre Produktion umweltfreundlicher zu gestalten.
Denn Virginie Saverys ist der Meinung, dass alles miteinander verbunden ist. Ihr Mantra lautet:
„Gesündere Weine für gesündere Menschen, aber auch ein gesünderes Land und eine gesündere Umwelt, die wir der nächsten Generation übergeben können.“
Avignonesis einzigartige Weine
Einer von Virgine Saverys' Geniestreichen war es, den Sangiovese-Anteil in ihren Rotweinen zu erhöhen. Lokal wird die Rebsorte Prugnolo Gentile genannt und ist eine Rebsorte, die die lokalen Winzer über Generationen hinweg als diejenige identifiziert haben, die das Wesen und den Ausdruck von Montepulciano am besten einfängt.
Als Virginie Avignonesis übernahm, arbeiteten mehrere ihrer Kollegen daran, einen höheren Anteil internationaler Rebsorten in ihren Wein zu mischen, um der Nachfrage der Verbraucher und den Vorlieben der Kritiker gerecht zu werden. Doch hier blieb Virginie standhaft. Sangiovese gehört nach Montepulciano, daher soll er in ihren Weinen am klarsten zum Ausdruck kommen. Und Kritiker sowie Verbraucher über mehrere Jahrgänge hinweg haben sie für diesen entschlossenen Ansatz gegenüber den Traditionen der Region gelobt.
Deshalb werden die Weine auch mit Hefekulturen aus der Region vergoren, so dass während des gesamten Prozesses der lokale Fingerabdruck verwendet wird, der den Weinen ihre ganz einzigartige Identität verleiht.
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