Als Frédéric Magnien die Leitung des Weinguts seines Vaters übernahm, leitete er eine neue und moderne Ära für das Weingut ein. Indem er die Verwendung neuer Eichenfässer gänzlich abschaffte, auf biodynamischen Weinbau umstellte und die Amphorenlagerung in die Produktion einbezog, hat Frédéric das Niveau des kleinen Weinguts auf ganz neue Höhen gehoben.
Frédéric hat von Kindesbeinen an die Weinberge und das Handwerk seines Vaters, Michel Magnien, kennengelernt. Er hat bei Winzern in Kalifornien und Australien gearbeitet und Önologie an der Universität Burgund studiert. Es ist also auf der Grundlage eines großen Wissens- und Erfahrungsschatzes, dass Frédéric das Selbstvertrauen findet, eine ganz neue Richtung für das Weingut seines Vaters einzuschlagen.
Der neue Kurs hat dem Domaine Michel Magnien einen Platz unter den neuen und visionären Produzenten im Burgund gesichert, und ihre Weine schmecken besser denn je.
Es ist das Jahr 1946, und der junge Michel Magnien arbeitet in den nur 4 Hektar großen Weinbergen seines Vaters im Burgund. Er hat große Träume und hofft, im Laufe der Zeit die bescheidene Menge an Rebstöcken mit neuen und spannenden Parzellen aus der Region erweitern zu können.
Diese Vision setzt er in die Tat um, als er von 1967 bis 1991 in Zusammenarbeit mit seiner Frau Dominique beginnt, Weinbergsparzellen quer durch die Côte de Nuits aufzukaufen. Zu den neuen Käufen gehören unter anderem Flächen in exklusiven Lagen wie den Grand-Cru-Lagen Clos de la Roche und Clos Saint-Denis sowie den Premier-Cru-Lagen Les Millandes in Morey-Saint-Denis und Les Cazetiers in Gevrey-Chambertin. Michel Magnien füllt jedoch nicht unter eigenem Namen ab, sondern verkauft die Trauben an eine Genossenschaft in Morey-Saint-Denis. Doch all das soll sich nun ändern. Denn so wie Michel Magnien mit seinem Vater umherzog und träumte, so hat auch sein eigener Sohn, Frédéric, große Visionen.
Frédéric Magnien – ein Talent nimmt Gestalt an
Frédéric Magnien bekommt 1987 zum ersten Mal Erde unter die Fingernägel, als er beginnt, die edle Kunst des Winzers von seinem Vater, Michel Magnien, zu erlernen. Doch wie so viele Söhne vor ihm möchte er die Methoden seines Vaters herausfordern. Er möchte sehen, wie man Weinproduktion in der Welt betreibt, und reist nach Kalifornien, um bei Josh Jensen im Domaine Calera und bei Garry Farr im Bannockburn Vineyard zu arbeiten. Sein Auslandsabenteuer dauert zwei Jahre, und als er 1993 nach Hause zurückkehrt, um seinem Vater bei der Ernte zu helfen, ist Frédéric sich ganz sicher – er will mit Wein arbeiten, und sein Wissensdurst ist größer als je zuvor.
Anschließend studiert er an der Universität Burgund, wo er sich zum Önologen ausbilden lässt. Mit seinem sowohl praktischen als auch theoretisch fundierten Wissen ist er nun bereit, die Veränderungen einzuleiten, von denen er weiß, dass sie das Weingut der Familie auf die nächste Stufe heben werden. Es geht um schonende Arbeit in den Weinbergen und einen unbedingten Fokus auf die Bedeutung des Terroirs.
Zuerst ökologisch, dann biodynamisch
Der erste Schritt in Frédéric Magniens Plan ist die ökologische Zertifizierung des Weinguts. Er weiß, dass große Burgunderweine im Weinberg beginnen. Pinot Noir ist eine unglaublich poröse und beeinflussbare Rebsorte, und es erfordert große Aufmerksamkeit und Genauigkeit, sie richtig zu kultivieren. Aber Frédéric hat gerade erst begonnen, und sein nächstes Ziel ist die biodynamische Zertifizierung.
Das Domaine Michel Magnien wird 2015 nach Demeter biodynamisch zertifiziert, und es ist nun zu 100% Frédéric, der das Geschehen auf dem Weingut leitet. Er implementiert mehrere neue Maßnahmen, bei denen er unter anderem Tonamphoren verwendet und die Menge an neuem Eichenholz bei der Lagerung drastisch reduziert hat.
Wir hätten die Weine kaum wiedererkannt, als wir sie in den neuen Jahrgängen probierten, aber wir sind begeistert von der Veränderung! Das Weingut hat sich wirklich selbst wiedergefunden und sich bereits als einer der absoluten Favoriten der Mitarbeiter etabliert, mit ihrer einzigartigen, terroirtypischen und ehrlichen Art, Burgunderweine zu produzieren.