Domäne Serrig
Das 1904 von Kaiser Wilhelm II. gegründete Weingut Serrig war ursprünglich das größte und visionärste staatliche Weingut seiner Zeit und jahrzehntelang eine Ikone des deutschen Weinbaus. Nach der Privatisierung Ende der 1980er Jahre lag das Anwesen brach, bis es 2016 von Markus Molitor erworben wurde; einem von Otto Suensons absoluten Kultproduzenten und einer zentralen Figur des modernen deutschen Weins.
Seitdem steht Molitor an der Spitze einer umfassenden Rekultivierung und Revitalisierung der Domaine Serrig, mit tiefem Respekt vor der Geschichte und einem kompromisslosen Fokus auf Qualität. Das Herzstück des Anwesens ist die spektakuläre Lage Vogelsang, bestehend aus 25 Hektar steiler, süd- und südwestlich ausgerichteter Schieferhänge mit extremer Neigung, kühlem Mikroklima und sehr langer Reifezeit. Hier entstehen Weine von großer Konzentration und einer geradezu elektrischen Mineralität.
Die Mission ist für Markus Molitor klar und deutlich. Nämlich die goldene Ära des Saaraweins vom Beginn des 20. Jahrhunderts wiederzubeleben, mit dem Fokus auf knochentrockene Weine und klassische, leichtfruchtige Kabinettweine, die durch manuelle Ernte, schonende Pressung, natürliche Gärung, große alte Fässer und lange Lagerung auf der Hefe vinifiziert werden. Der erste Jahrgang nach der Wiedereröffnung ist 2020.