Dave Phinney, Eigentümer und Winzer bei Orin Swift Cellars, besitzt eine zügellose Kreativität und eine waghalsige Herangehensweise an die Weinherstellung, wobei er Inspiration aus allem schöpft, was ihn umgibt, und auf Erfahrungen aus allen Perioden seiner Weingeschichte zurückgreift. Bei diesem Wein ist beispielsweise das Bild auf dem Etikett eines, das er in seinen jungen Jahren…
Dave Phinney, Eigentümer und Winzer bei Orin Swift Cellars, besitzt eine zügellose Kreativität und eine waghalsige Herangehensweise an die Weinherstellung, wobei er Inspiration aus allem schöpft, was ihn umgibt, und auf Erfahrungen aus allen Perioden seiner Weingeschichte zurückgreift. Bei diesem Wein ist beispielsweise das Bild auf dem Etikett eines, das er in seinen jungen Jahren beim Durchblättern eines National Geographic Magazins fand. Es zeigt einen mumifizierten Priester in einer Katakombe aus dem 17. Jahrhundert in Palermo, und für Dave Phinney hatte das Motiv etwas Mächtiges, Würdiges und Ehrfurchtgebietendes an sich. Viele Jahre lang trug er das Bild mit sich herum, weil er das Gefühl hatte, dass die Inspiration, die ihm das Bild gab, eines Tages ihre Berechtigung finden würde.
Als Dave Phinney viele Jahre später seine Cabernet Sauvignon-Cuvée für sich selbst konzipieren sollte, dachte er an das Bild des Priesters in der Katakombe zurück. Denn wie die Mumie hatte auch der Cabernet Sauvignon etwas Autoritäres und Ehrfurchtgebietendes an sich. So kam es ihm natürlich vor, das Bild als Weinetikett zu verwenden und den Wein nach der italienischen Stadt zu benennen, in der das Bild aufgenommen wurde. Denn wie David Phinney selbst sagt: „I think it makes a statement about the wine, which I like to call 'separate among equals'.“
Es handelt sich wahrlich um einen Wein, der Respekt einflößt. In dem Moment, in dem man ihn ins Glas gießt, explodiert er aus dem Glas, ergreift die Sinne und präsentiert selbstbewusst Noten von reifen schwarzen Johannisbeeren, frischen Brombeeren, Heidelbeeren, saftigen Pflaumen, schwarzen Kirschen – ja, man könnte weitermachen, denn die Assoziationen reihen sich wie Perlen an einer Schnur aneinander. Die Tannine sind sanft und geschmeidig, der Abgang ist beeindruckend lang und hinterlässt einen Hauch von bitterer Orangenschale. Ein malerisches Weinerlebnis, das die Sinne auf eine Achterbahnfahrt mitnimmt.
Der Wein reifte 14 Monate in französischen Eichenfässern, von denen 30 % neu sind, und besteht aus Trauben von Weinbergen im gesamten Napa Valley, die oft Namen wie Rutherford, Saint Helena, Atlas Peak und Coombsville umfassen.