Die 17,5 Hektar des Weinguts liegen auf guten Hängen um Rosheim mit Lehm- und Kalkböden. Es wird mit den 7 typischen Rebsorten gearbeitet: Riesling, Pinot Gris, Pinot Auxerrois, Sylvaner, Gewürztraminer, Muskateller und Spätburgunder.
Darüber hinaus wird ein Crémant von sehr hoher Qualität produziert. Ein Teil der Rebstöcke ist bis zu 80 Jahre alt und wurde von Carmelles Großvater gepflanzt. Ein Teil des Geheimnisses hinter der Konzentration dieser Weine ist der sehr geringe Ertrag von 30 bis 45 hl/ha. Das ist etwa die Hälfte des zulässigen Ertrags für Grand Cru Elsass. Es werden große alte Eichenfässer und andere neutrale Gär- und Lagerbehälter verwendet.
Qualitätsschub im Elsass
Im Elsass ist in den letzten Jahren eine deutliche Bewegung hin zu kleineren Produzenten zu beobachten, die mit hoher Qualität und persönlichem Stil arbeiten. Domaine Bliemerose ist eines der markantesten Beispiele für diese Entwicklung. Der Name kombiniert das lokale Wort „bliem“, das Blume bedeutet, mit einem Verweis auf Rosheim, die Stadt, in der das Weingut liegt. Der Name spiegelt die tiefe Verwurzelung des Hauses in der Landschaft und den natürlichen Ausdruck wider, den sie in ihren Weinen anstreben.
Von lokalen Trauben zu biodynamischer Identität
Das Weingut fungierte früher als Traubenlieferant für die Genossenschaft in der Region, entschied sich jedoch, einen eigenen Weg zu gehen und stellte auf biodynamischen Anbau um. Der erste Jahrgang unter eigenem Namen kam 2005 auf den Markt und markierte den Beginn eines eigenständigeren und ehrgeizigeren Ansatzes. Unter der Leitung von Carmelle Simon-Maetz wird mit großem Respekt vor dem Leben des Feldes und der Ruhe gearbeitet, die erforderlich ist, um Weine in natürlicher Balance zu schaffen. Ihre Philosophie basiert auf der Erkenntnis, dass das Terroir am besten zum Ausdruck kommt, wenn der Rhythmus der Natur die Arbeit im Weinberg bestimmen darf.
Natürliche Weinbereitung mit Tiefe und Präzision
Im Keller wird eine Arbeitsweise verfolgt, bei der der Eingriff auf ein Minimum beschränkt wird. Die Trauben dürfen sich von der Ernte bis zur Flasche in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Dieser Ansatz gewährleistet, dass der Wein ein klares Gefühl für die Struktur und den Charakter des Feldes bewahrt. Das Ergebnis sind Weine mit einem reinen und lebendigen Ausdruck, bei denen die Energie der Frucht und die Besonderheiten des Feldes deutlich hervortreten und bei denen Persönlichkeit über Manipulation gestellt wird.