Larry Stone: Vom Master Sommelier zum Winzer
Larry Stones Lebenslauf ist beeindruckend. Er hat in einigen der besten Restaurants der USA gearbeitet und die weltweit höchste Auszeichnung in der Sommelier-Ausbildung erreicht: den Master Sommelier.
Was tut man also, wenn man die Spitze der Sommelier-Welt erreicht hat? Wenn man Larry Stone ist, geht man jedenfalls nicht in Rente. Stattdessen nutzt man das unschätzbare Weinwissen, das man sich angeeignet hat, um sein eigenes Projekt zu starten.
Aber wenn man ein neues, bahnbrechendes Weingut gründen will, wo fängt man an? Nun, man beginnt Verhandlungen mit der legendären Janzen Farm in den Eola-Amity Hills in Oregon. Ein Hof, dessen Felder seit Jahren von mehreren Weinproduzenten umworben wurden, denn wo einst Pflaumen, Kirschen und Weihnachtsbäume angebaut wurden, wusste man um das gigantische Potenzial für den Anbau von Reben. Doch Janzen weigerte sich zu verkaufen, bis 2012 Larry Stone anklopfte. Er kannte sie von früher, aus seiner Heimatstadt Seattle, wo die Janzen Farm ihre Produkte auf dem lokalen Pike Place Market verkaufte. Die gemeinsame Geschichte öffnete Larry Stone die Tür, der das Land der Janzen Farm übernehmen durfte und somit einige der besten Weinberge nicht nur Oregons, sondern der gesamten USA in seinen Besitz bekam.
Dominique Lafon: Der burgundische Selbstvertrauensschub
Ursprünglich hatte Larry Stone gar nicht vor, Weinproduzent zu werden. Er glaubte, er sollte Trauben anbauen und diese an andere Weinproduzenten verkaufen. Doch Larry Stones Kollege aus Burgund, Dominique Lafon, überzeugte ihn, die Weine selbst abzufüllen. Und das erwies sich als eine sehr gute Idee!
Das entscheidende Puzzleteil war die Einstellung des jungen und talentierten Winzers Thomas Savre. Er hatte seine Ausbildung auf der Domaine de la Romanée Conti absolviert und war an angesehenen Adressen in Burgund tätig gewesen. Wenn man, wie Larry Stone, die Vision hatte, Pinot Noir und Chardonnay auf dem Niveau der besten aus Burgund zu erzeugen, dann war er der Richtige. Und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.
Seit den ersten Flaschen im Jahr 2015 hat Lingua Franca hervorragende Bewertungen für ihre Weiß- und Rotweine von führenden Kritikern wie Robert Parker und Jancis Robinson erhalten.
Schonende Weinproduktion ist der Weg nach vorne
In einem Punkt sind sich Larry Stone und Dominique Lafon grundsätzlich einig: Nur durch eine schonende Weinproduktion lässt sich ein souveränes Terroir am besten widerspiegeln.
Deshalb wird nach schonenden Prinzipien gearbeitet, wobei stark auf die Dogmen der Biodynamik zurückgegriffen wird, ohne jedoch zertifiziert zu sein. Alles geschieht unter dem wachsamen Auge der Vitikulturistin Mimi Casteel, die dafür sorgt, die Weinberge so gesund wie möglich zu halten.
Das bedeutet, dass die Früchte, die von den Weinbergen von Lingua Franca geerntet werden können, so rein und unverfälscht sind, dass sie einige der klarsten, elegantesten und finessenreichsten Weine hervorbringen, die wir seit langem probiert haben.
Der Name des Weinguts, Lingua Franca, bezeichnet eine besondere gemeinsame Sprache für Menschen, die keine gemeinsame Muttersprache haben. Larry Stone wählte ihn, weil er Weine produzieren wollte, die Menschen über Sprach- und Landesgrenzen hinweg verbinden. Egal woher man auf der Welt kommt, man sollte sich im Genuss der Weine von Lingua Franca treffen können, die ihre eigene deutliche Sprache sprechen.
Möchten Sie also Übersee-Pinot Noir und Chardonnay erleben, die zeigen, wie wunderbar sich die Rebsorten in der malerischen Natur Oregons ausdrücken können? Dann ist Lingua Franca ein Weingut, das Sie unbedingt erleben müssen.